Ein Elend, in dem Scrooges Angestellter Cratchit lebt, gehörte für Charles Dickens zur traurigen Realität. Als der englische Schriftsteller am 7. Februar 1812 in Portsmouth als eines von sechs Kindern geboren wurde, stand ihm keine unbeschwerte Jugend bevor. Bereits mit zwölf Jahren zwangen die Schulden seines Vaters den Jungen dazu, ein paar Schilling in einer Fabrik für Schuhwichse zu verdienen. Selbst das Geld für Schule und Bücher war knapp, und der ewig hungrige Charles musste helfen, die Familie zu ernähren.
Trotz seines unregelmäßigen Schulbesuchs und der knappen Ausbildungszeit wurde er 1826 Anwaltshilfe und arbeitete später als Parlamentsstenograph. Seine Liebe zum Schreiben entdeckte er als Reporter beim „Morning Chronicle“. Dort begann er auch mit seinen ersten Skizzen, die 1837 als „Pickwick Papers“ in Buchform erschienen und ihn berühmt machten. Insgesamt 15 Romane und unzählige Geschichten schrieb Charles Dickens. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Oliver Twist“, „Hard Times“, „David Copperfield“ und natürlich „A Christmas Carol“.

Mit A Christmas Carol richtete er erstmals eine „Idealvorstellung“ von Weihnachten an die Menschheit: Ein Fest der Familie, der Freude, des Mitgefühls und des Miteinanders. In der Öffentlichkeit wurde Dickens’ Erzählung rasch zum Erfolg — und schnell zur Tradition. Kurze Zeit nach seinem Erscheinen wurde „A Christmas Carol“ oftmals im Theater aufgeführt und wurde zu einem Weihnachtsklassiker, der bis heute Jung und Alt begeistert.

Bereits im Erscheinungsjahr wurde das Werk über Jahr hinweg nachgedruckt; es zählt bis heute zu den meistgelesenen Erzählungen der Welt und prägt nachhaltig unser modernes Weihnachtsfest. Viele Gewohnheiten, die wir in Europa und Nordamerika als „traditionell“ ansehen, gehen ursprünglich auf Dickens zurück.


